Schulprogramm der Regionalen Schule mit Grundschule Buchenberg, Bad Doberan


 Vorwort

Die Weiterentwicklung von Schule ist ein dynamischer Prozess, der, ausgehend von einer durch Kollegium, Leitung, Schüler, Eltern und Kooperationspartnern entwickelten Vision, der ständigen Präzisierung, Konkretisierung und Fortschreibung bedarf.

So versteht sich das vorliegende Schulprogramm als Schwerpunktsetzung für die nächsten Jahre, indem es sich an der gegenwärtigen realen Situation orientiert, davon ausgehend kurzfristige Vorhaben und längerfristige Ziele ableitet, durch Maßnahmenkataloge zeitliche Rahmen und Verantwortlichkeiten absteckt, aber offen bleibt für Akzentuierungen und veränderte Wichtungen.

Vieles wurde schon geleistet, gehört zum schulischen Alltag, kann und soll aber ständig überprüft und an aktuellen Erfordernissen und Bedürfnissen gemessen bzw. auf höherem Niveau, den Visionen angepasst, weitergeführt werden.

Die Schule

Die aus fünf separaten Gebäuden bestehende Schule wurde 1965 erbaut und befindet sich auf einem weitläufigen Gelände im Wohngebiet Buchenberg, ruhig gelegen, in Waldnähe, dennoch nicht mehr in Randlage der Stadt.

Durch die entstandenen Wohnsiedlungen im Parkentiner Landweg und Weidengrund sind sowohl eine räumliche Einbindung als auch der Zuzug von Familien mit schulpflichtigen Kindern zu verzeichnen.

Der Schulbesuch von Kindern mit Migrationshintergrund ergibt sich durch das im Einzugsbereich der Schule liegende Asylbewerberheim.

Der Schülerbeförderungsverkehr verläuft problemlos: die Buswendeschleife mit Haltepunkt befindet sich ca. 200 Meter von der Schule entfernt, die Fahrschüler müssen keine Straße überqueren. Unmittelbare Nachbarn der Schule sind die Kita Buchenberg sowie die Schule zur individuellen Lebensbewältigung. Zu beiden Einrichtungen unterschiedlicher Trägerschaft gibt es kooperative Verbindungen.

Das große Außengelände der Schule erlaubt eine räumliche Trennung der Pausenhöfe. Der Gesamtkomplex von 5 Gebäuden gliedert sich auf in das Hauptgebäude, das Fachgebäude, das Grundschulgebäude, die Sporthalle und den Mehrzweckraum, der auch zur Esseneinnahme genutzt wird. Im Grundschulgebäude befindet sich der Hort. Für den Sportunterricht wird der nahe gelegene Sportplatz auf dem Buchenberg genutzt. Sämtliche Fachunterrichtsräume sind in den letzten Jahren neu ausgestattet worden: Chemie, Physik, Biologie, Werken, Geographie, Kunst und Gestaltung. Ein Computerraum steht zur Verfügung, außerdem wurden Medienecken in verschiedenen Räumen der Grundschule eingerichtet.

Im Hauptgebäude befinden sich auch das Büro der Schulleitung, der Besprechungsraum der Schulsozialarbeiterin sowie kleine, der individuellen Förderung angepasste Räume. Das Grundschulgebäude wurde 2008 energetisch grundsaniert, das Fachgebäude erhielt 2009 eine neue Fassade. Die Sanierung des Hauptgebäudes erfolgte 2015.

Der Schulverein ist in einem langfristig angelegten Projekt gegenwärtig dabei, den Schulhof neu zu gestalten.

Leitbild

Die Buchenbergschule stellt in das Zentrum der pädagogischen Arbeit die umfassende individuelle Förderung der Schüler.

Eine neue Herausforderung stellt die inklusive Beschulung von Kindern in den verschiedenen Klassenstufen, insbesondere in den Klassen 1 und 2 dar. Hierauf wird in Motivation und Qualifikation ein besonderes Augenmerk gelegt.

Der Integrationscharakter spiegelt sich insbesondere wider in vielfältigen Formen der Förderung und der engen Verbindung von Grund- und Regionalschule. Partnerschaftliches Zusammenarbeiten, der vertrauensvolle, offene und faire Umgang miteinander sind Basis für das gemeinsame Wirken aller am Schulleben Beteiligten.

Die Einbeziehung von Kooperationspartnern aus dem schulischen Umfeld soll die Erreichung der genannten Ziele unterstützen. Über den Unterricht hinaus entsteht ein vielfältiges schulisches Leben, das weiterentwickelt und ausgebaut wird.

Leitsätze

Im Zentrum der Arbeit des Kollegiums steht qualitativ anspruchsvoller Unterricht, der die unterschiedlichsten Formen einschließt und ein hohes Maß an Selbsttätigkeit bei der Kompetenzentwicklung anstrebt.

Die Bereitschaft, sich den hohen Ansprüchen zu stellen, wird durch die Stärkung des WIR-Gefühls gefördert. Die Identifikation mit der eigenen Schule, auch äußerlich erkennbar, entwickelt sich langfristig. Der Charakter unserer Schule als Verbundschule lässt ein hohes Maß an Kontinuität zu und bietet die Möglichkeit, die Interessen und Bedürfnisse jeden Kindes in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen, es mit seinen Stärken und seiner Individualität optimal zu fördern.

Die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern ist unabdingbar für die Erreichung der gestellten Ziele.

Ziel und Entwicklungsschwerpunkte

Basierend auf den Bildungsstandards der jeweiligen Klassenstufe und durch gezielte und planmäßige Qualifikation der Lehrer soll ein anspruchsvoller Unterricht umgesetzt werden, der die Zielstellung des schulinternen Lehrplans und die Entwicklung der ausgewählten Kompetenzbereiche zum Schwerpunkt hat. Dabei finden vielfältige Formen ihre Anwendung und es werden unterschiedlichste Varianten realisiert.

Die Leistungs- und Erziehungsbereitschaft zur Erreichung der hohen Anforderungen basiert auf einer Schulstruktur, die geprägt ist durch das WIR-Gefühl und eine Atmosphäre des Vertrauens, des gegenseitigen Respekts und des Miteinander sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich.

Zu den Traditionen unserer Schule gehören wiederkehrende Höhepunkte im Laufe eines Schuljahres, wie zum Beispiel Projektwochen, Konzerte, der Tag der offenen Tür usw., aber auch die noch weiter auszuprägende enge Verbindung zwischen Grundschule und dem weiterführenden Bereich.

Die Zusammenarbeit mit Einrichtungen des schulischen Umfelds zielt darauf ab, die Möglichkeiten individueller Förderung zu erweitern und auf qualitativ hohem Niveau umzusetzen. Kernpunkt hierbei ist die enge Kooperation des Kollegen vor Ort mit den Vertretern der unterschiedlichen Förderzentren auf der Basis der jeweils zu erstellenden Förderpläne. Basierend auf den Kooperationsverträgen erfolgt die Abstimmung mit den Kitas vor Schulbeginn, um dem Kind die bestmögliche individuelle Förderung zukommen zu lassen und Barrieren bezüglich Schule bei Eltern und Kindern abzubauen.

Berufsorientierung beginnt schon in den ersten Schuljahren und setzt sich fort auch durch selbstständige Schüleraktivitäten bis hin zu Praktika in den Unternehmen der Region.

Zur musisch-sportlich-kulturellen Förderung nutzt die Schule schon seit Jahren das Potenzial des Umfeldes und wird diese Möglichkeit weiter ausbauen bzw. auf höherem Niveau fortführen.

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele und Entwicklungsschwerpunkte

1. Qualitativ anspruchsvoller Unterricht

Qualifizierung der Kollegen

Schaffung eines Regelsystems des Umgangs miteinander und Erstellung allgemeingültiger Normen

Schulorganisatorisch begründete Maßnahmen

Einbeziehung regionaler Möglichkeiten und Nutzung sich daraus ergebender Potenzen

Zusammenarbeit der Kollegen

2. Individuelle Förderung

Schulorganisatorisch geregelte Förderung

Schulspezifische Fördermöglichkeiten

Unterrichtsspezifische Möglichkeiten

Förderung von Begabung und besonderen Interessen

3. Weiterentwicklung und Ausprägung einer anspruchsvollen Schulkultur

Lernkultur und Leben in der Gemeinschaft

Kompetenzerwerb für das Berufsleben

Nutzung von Projekten, Exkursionen und Fahrten

Normen des Umgangs miteinander, Entwicklung von Traditionen

Sauberkeit und Ordnung im schulischen Umfeld

4. Kooperation mit kommunalen und regionalen Partnern

Kooperation zur Vorbereitung auf die Schule

Kooperation zur Qualitätssteigerung bzw. Ergänzung des Unterrichts und zur individuellen Förderung

Kooperation zur Ergänzung schulischer und außerschulischer Angebote

Kooperation zur Vorbereitung auf die Berufswelt

Kooperation zur Öffentlichkeitsarbeit